Dem Horizont so nah
Jessica Koch
Ein großartiges Buch, aber nicht für jeden geeignet!
Ich habe die Angewohnheit, ein Buch nur nach seinem Titel zu kaufen. So weit es geht, versuche ich keine Kurzbeschreibungen, Klappentexte oder sonstiges aufzuschnappen.
"Dem Horizont so nah" sprach mich sofort an und ich holte mir die Leseprobe. Der Titel, wie auch das Cover sind sehr schön und super passend. Nach wenigen Sätzen hatte mich die Geschichte, die so liebevoll geschrieben ist, völlig in ihren Bann gezogen. Es war für mich zu spät aufzuhören, als ich registrierte, dass es keine erfundene, sondern eine wahre Geschichte ist.
Ich verschlang dieses Buch in nur vier Tagen; mein persönlicher Rekord.
Nachdem ich mich dem Ende näherte, begann ich zu weinen. Es braucht vier Stunden und viele Kuscheleinheiten mit meinem Hund, ehe ich mich beruhigte. Ich war voller Wut und Hass. Wut über die Ungerechtigkeit des Lebens; Wut, dass Menschen Kinder bekommen, die dieses Geschenk nicht zu schätzen wissen. Hass auf diesen mir fremden Menschen, der Danny in sein Unglück schickte. Hass, auf diesen Mann, der nicht einmal bereute ein Leben zerstört zu haben und die Frechheit besaß die letzten Wünsche seines Sohnes mit Füßen zu treten. Des Weiteren ärgerte ich mich etwas über mich, weil ich nicht in der Lage war, es gefühlsmäßig fern von mir zu halten. Ich verlor eine sehr gute Freundin an eine Krankheit, auch dieser Schmerz war plötzlich wieder ganz frisch. Das Leben ist vielleicht nicht fair, aber jeder von uns hat die Chance das Beste daraus zu machen.
Danny wusste, dass er nicht viel Zeit haben würde und er nutzte jede Minute so gut er konnte.
Dieses Buch steckt so voller Liebe, so voller Weisheit. Jeder Leser könnte daraus lernen und unsere Welt zu einem besseren Ort machen.
Ich fühle mich Danny verbunden, obwohl ich ihn leider nicht kannte. Dennoch bin ich sicher, dass er sich gewünscht hätte, dass die Menschen wach werden und etwas aus ihrer Chance machen. Jedoch muss man offenen Auges ins Unglück rennen, denn so sehr man es hofft, so sehr man es sich wünscht, das echte Leben schreibt kein Happy End.
Jessica Koch erzählt die Geschichte einer großen Liebe, zu einem besonderen Menschen, der viel zu wenig Zeit bekam. Sie erzählt die Geschichte einer viel zu kurzen Freundschaft zu zwei besonderen Menschen, denen es nicht vergönnt war, ein problemloses Leben zu führen.
Ich kann den zukünftigen Lesern leider keine umfangreichere Beschreibung bieten, denn dieses Buch ist unbeschreiblich!
(Geschrieben am 14.03.2016)

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