Dienstag, 29. September 2020

Rezension zu 'Die Lady und ihr unverschämter Wilder' von Catriona Montrose


Die Lady und ihr unverschämter Wilder
von Catriona Montrose

Zu diesem Buch kam ich unverhofft und ungeplant.
In einem Aufruf standen einige Hinweise zu diesem Buch, wie zb England 1812, die mich neugierig machten.

Als ich das Ebook dann auf meinem Reader hatte, betrachtete ich erstmals das Cover.
Mein erster Gedanke war "DAS ist ganz eindeutig etwas für meine Mama, aber sicher nicht für mich."
Dieses Cover in Verbindung mit dem Titel hätte ich im Buchladen sicher links liegen gelassen.
Meine Mama sagte mir immer, ich solle nicht so voreingenommen sein, da hinter diesen Covern (und sie hat viele davon im Regal. Wirklich viele!) oft tolle Geschichten stecken.
'Die Lady und ihr Wilder' haben mir bewiesen, dass meine Mama völlig recht hat!
Das Cover finde ich eigentlich sogar gut.
Im ersten Moment assoziiere ich zwar "Schnullikram" damit, aber bei genauerer Betrachtung fallen mir kleine Unterschiede auf. Es sind keine schmachtenden Blicke oder besonders theatralischen Posen zu sehen, was die Stimmung mildert und den Schnulzeneffekt nicht aufkommen lässt.
Da ich die Geschichte nun kenne, muss ich zugeben, dass das Cover passend gewählt ist. Es zeigt "schlicht" ein verliebtes Paar aus einem vergangenen Jahrhundert.

Der Schreibstil hat mir auf Anhieb gefallen. Die Geschichte ließ sich leicht und flüssig lesen.
Die Charaktere haben mir alle gut gefallen, wobei die beiden Hauptpersonen besonders interessant sind.
Ich fand sie sehr sympathisch und hätte gerne noch mehr Zeit mit ihnen verbracht. Das Buch hat eine "normale" Länge und die Geschichte läuft lückenlos, dennoch war ich ein wenig traurig, dass ich mich nach so "kurzer" Zeit von Rebecca und Robert verabschieden musste.
Am liebsten wäre mir ein weiteres Buch mit den beiden ;-)

Dies ist der dritte und letzte Band dieser Reihe.
Besonders gut gefällt mir hierbei, dass jedes Buch für sich abgeschlossen ist und somit eigenständig gelesen werden kann.

Durch dieses Buch habe ich eine tolle Autorin kennen gelernt, die sehr sympathisch und freundlich ist.
Ich freue mich schon auf weitere Bücher von Catriona Montrose!

Klappentext:
"Als Robert Graham, Viscount Langdon, aus Übersee heimkehrt, erhält er die wenig charmante Bezeichnung Der Wilde. Ein gesellschaftlicher Fauxpas jagt den nächsten, und die Suche nach einer passenden Ehefrau gestaltet sich schwieriger als gedacht. Zwischen ertränkten Teeplätzchen und aufsehenerregenden Theaterbesuchen trifft Robert auf eine willkommene Abwechslung in den steifen Reihen: Lady Rebecca Baynham, die Schwägerin seiner Schwester, die in der Hautevolee als Blaustrumpf bekannt ist.
 
Rebecca hat Mitleid mit dem wiedergekehrten Viscount und verspricht ihrer Schwägerin, Robert in gesellschaftlichen Belangen auf die Sprünge zu helfen. Dass sich der aufstrebende Berichterstatter Samuel Kyle in ihr Leben einmischt, kommt den beiden nicht zu gute. Ein Skandal ist nicht aufzuhalten und bringt den Viscount und die Lady in eine prekäre Lage.
 
Warum will der Berichterstatter eines Klatschblattes Roberts Leben zerstören und welche Geheimnisse verbirgt der Viscount wirklich?"


Mein Fazit:
Wer gerne mal in vergangene Zeiten reist, besondere Charaktere "treffen" mag und neben einem sehr unterhaltsamen Humor auch ein wenig Erotik sucht, wird hier definitiv fündig!
Ein tolles Buch, das so viel mehr bietet als "Kitsch, schnulz, schmacht und säusel"!

Die "Tortured Heroes" Reihe gesamt:
Band 1:
Die Lady und ihr geheimnisvoller Beschützer
Band 2:
Die Lady und ihr skandalöses Geheimnis
Band 3:
Die Lady und ihr unverschämter Wilder




Sonntag, 20. September 2020

Rezension zu 'Alles außer uns' von Nina Miller

Alles außer uns
von Nina Miller

Hier haben wir den Folgeband zu 'Alles außer dir'.
Ich war so glücklich, weiter lesen zu können um zu erfahren, wie es für Nicky weitergeht.
Viele meiner Empfindungen von Band 1 haben sich auch bei Band 2 nicht geändert.

Die Geschichte ist für meinen Geschmack besonders und außergewöhnlich.
Meine Gefühle und Gedanken fuhren hier, im Vergleich zu Band 1, etwas weniger Achterbahn, dafür aber auch bis zum letzten Satz!

Um mich nicht ständig zu wiederholen, greife ich kurz meine Rezi zu 'Alles außer dir' auf.
"Wer mich kennt, oder bereits andere Rezensionen von mir gelesen hat, der weiß, wie wichtig für mich Cover und Titel bei einer Kaufentscheidung sind.
Das Cover ist sehr schlicht; Farbe und Titel, nicht mehr und nicht weniger.
Es wirkt ansprechend auf mich und ich hätte es sicher genauer betrachtet. Da ich meistens keine Klappentexte lese, hätte ich vielleicht beschlossen, dass mir die bisherige Faszination nicht ausreicht um zu kaufen - wäre da nicht dieses eine Detail...
Bei einem schlichten Cover schaue ich automatisch auf den Autorennamen und da haben wir es.
'Nina Miller' reicht mir als Anhaltspunkt völlig aus um ein Buch zu kaufen!"
Beide Cover sind pur gehalten und haben einen sehr schönen Farbverlauf.
Es ist ganz offensichtlich, dass die Bücher zusammen gehören und ich persönlich empfinde alleine beim Anblick eine sehr enge Verbundenheit. Für mich hätte sich nie die Frage gestellt, ob die Bücher eigenständig zu lesen sind.
Wer es nun genau wissen möchte:
Ich möchte niemandem raten, 'Alles außer uns' für sich zu lesen.
'Alles außer dir' ließe sich auch alleine lesen, wenn man denn auf Schmerz steht. 😉
Niemals hätte ich es überlebt nur Band 1 zu lesen!

Der Schreibstil hat sich natürlich nicht geändert und liegt mir persönlich nach wie vor sehr. Es ist leicht und flüssig lesbar und auch die Perspektive ist für mich perfekt gewählt.
Die Charaktere  sind wunderschön gezeichnet, stecken voller Liebe und Leidenschaft und sind in meinen Augen einfach perfekt.
Wie schon im ersten Teil, begleiten wir das Leben von Nicole. Liam ist allerdings nicht weniger wichtig für den Verlauf der Geschichte.
Nebenrollen gibt es einige, wobei ihnen diese Bezeichnung nicht gerecht wird.
Egal ob Ben, Madison, Rebecca, Jeremy, Zoey, Aaron und wer sie alle sind, keiner von ihnen hätte fehlen dürfen.
Für mich war es, als würde ich jeden von ihnen kennen.

Die beiden Bücher getrennt von einander zu betrachten und zu bewerten, ist mir nahezu unmöglich, weshalb ich mich auch hier wiederholen muss.
Die Geschichte rund um Nicole hat mich abgeholt und mitgenommen.
Ich habe sie gelesen, geliebt, verflucht, gehasst und gelebt.
Die letzten Seiten des Kapitels "93 Tage danach" haben mich so sehr berührt, dass ich nicht nur mitleiden sondern auch weinen musste.
Vor allem aber habe ich gelitten und dennoch überlebt.
Nun, da der endgültig letzte Satz gelesen war, fühlte es sich an, wie der Verlust besonders lieb gewonnener Freunde.
Geblieben ist mir die Hoffnung.
Hoffnung darauf, dass es das Schicksal wirklich gibt und nichts ohne Grund geschieht.
Ein Schicksal, von dem ich mir sehr wünsche, dass es mir erneut ein Buch von Nina Miller schenkt, in dem ich ein Weilchen leben darf.


Zum Inhalt verrate ich wie so oft den Klappentext:

"Der Verstand bereut, aber das Herz begehrt ...
Sie dachten, sie könnten es geheim halten. Doch nun steht für Nicky alles auf dem Spiel – Job, Familie, Freunde und ihre Zukunft. Für sie beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem sie auf sich allein gestellt ist. Doch eins ist klar:
 ein Leben ohne Liam ist ein Leben allein.
«Alles außer uns» erzählt von einer Liebe, für die Nicky viel riskiert, ohne zu wissen, wem sie trauen kann. Eine Geschichte vom großen Glück, tiefen Fall und dem Gefühl, nebeneinander zu stehen, aber nie am selben Ort zu sein."


Mein Fazit:
Lesen! Lesen! Lesen!

Ich kann mich nicht erinnern, ob ich jemals ein Buch gelesen habe, in dem jeder Satz so voller Bedeutung steckt.
Es ist mir unbegreiflich, wie es möglich ist, eine solch durchdachte Geschichte zu schreiben.
Für mein Empfinden ist Nina Miller ein Ausnahmetalent und ich werde mit Freude ihren weiteren Weg beobachten!