Samstag, 26. August 2017

Rezension zu "Dem Horizont so nah" von Jessica Koch

Dem Horizont so nah 
Jessica Koch


Ein großartiges Buch, aber nicht für jeden geeignet! 

Ich habe die Angewohnheit, ein Buch nur nach seinem Titel zu kaufen. So weit es geht, versuche ich keine Kurzbeschreibungen, Klappentexte oder sonstiges aufzuschnappen. 
"Dem Horizont so nah" sprach mich sofort an und ich holte mir die Leseprobe. Der Titel, wie auch das Cover sind sehr schön und super passend. Nach wenigen Sätzen hatte mich die Geschichte, die so liebevoll geschrieben ist, völlig in ihren Bann gezogen. Es war für mich zu spät aufzuhören, als ich registrierte, dass es keine erfundene, sondern eine wahre Geschichte ist. 
Ich verschlang dieses Buch in nur vier Tagen; mein persönlicher Rekord. 
Nachdem ich mich dem Ende näherte, begann ich zu weinen. Es braucht vier Stunden und viele Kuscheleinheiten mit meinem Hund, ehe ich mich beruhigte. Ich war voller Wut und Hass. Wut über die Ungerechtigkeit des Lebens; Wut, dass Menschen Kinder bekommen, die dieses Geschenk nicht zu schätzen wissen. Hass auf diesen mir fremden Menschen, der Danny in sein Unglück schickte. Hass, auf diesen Mann, der nicht einmal bereute ein Leben zerstört zu haben und die Frechheit besaß die letzten Wünsche seines Sohnes mit Füßen zu treten. Des Weiteren ärgerte ich mich etwas über mich, weil ich nicht in der Lage war, es gefühlsmäßig fern von mir zu halten. Ich verlor eine sehr gute Freundin an eine Krankheit, auch dieser Schmerz war plötzlich wieder ganz frisch. Das Leben ist vielleicht nicht fair, aber jeder von uns hat die Chance das Beste daraus zu machen. 
Danny wusste, dass er nicht viel Zeit haben würde und er nutzte jede Minute so gut er konnte. 

Dieses Buch steckt so voller Liebe, so voller Weisheit. Jeder Leser könnte daraus lernen und unsere Welt zu einem besseren Ort machen. 
Ich fühle mich Danny verbunden, obwohl ich ihn leider nicht kannte. Dennoch bin ich sicher, dass er sich gewünscht hätte, dass die Menschen wach werden und etwas aus ihrer Chance machen. Jedoch muss man offenen Auges ins Unglück rennen, denn so sehr man es hofft, so sehr man es sich wünscht, das echte Leben schreibt kein Happy End. 

Jessica Koch erzählt die Geschichte einer großen Liebe, zu einem besonderen Menschen, der viel zu wenig Zeit bekam. Sie erzählt die Geschichte einer viel zu kurzen Freundschaft zu zwei besonderen Menschen, denen es nicht vergönnt war, ein problemloses Leben zu führen. 

Ich kann den zukünftigen Lesern leider keine umfangreichere Beschreibung bieten, denn dieses Buch ist unbeschreiblich!


(Geschrieben am 14.03.2016)

Rezension zu "Gegen alle Regeln" von Ariel Levy

Gegen alle Regeln
Ariel Levy

Ich habe das Buch vor ein paar Tagen ausgelesen und brauchte bis jetzt um mich zu sortieren. Es fällt mir relativ schwer, meine Meinung zum gelesenen in Worte zu fassen. 

Das Cover hat mich persönlich nicht angesprochen, dafür fand ich den Titel reizvoll.
Als ich anfing zu lesen war mir nicht klar, ob ich einen Tatsachenbericht oder eine fiktive Geschichte lese. Alle paar Seiten legte ich das Buch zur Seite, weil es mir einfach nicht gelang, mich darauf zu konzentrieren. Irgendwann hat es mich erreicht und ich las über 100 Seiten am Stück. Von da an erlebte ich das Buch. 

Abschließend muss ich sagen, dass ich tiefes Mitleid mit der Autorin empfinde. All das was sie erlebt hat, ist unglaublich viel Last für ein paar Schultern.
Nachdem ich wusste, dass es sich hier um die Lebensgeschichte von Ariel Levy handelt, war ich sehr unzufrieden. Ich habe im Internet gestöbert um zu erfahren, wie es ihr inzwischen geht. Die Ergebnisse dieser Suche haben mich wieder etwas versöhnt.

Lange habe ich darüber nachgedacht, dass ich den Schreibstil als sehr kühl und emotionslos empfunden habe. Angesichts des Inhalts nehme ich an, dass es Frau Levy nicht möglich war, mehr Gefühl hinein zu legen. Der Schmerz, der all die Geschehnisse ihr verursacht haben müssen, muss nahezu unerträglich sein.
Ich habe höchsten Respekt davor, dass sie ihre Geschichte so  öffentlich gemacht hat. 
Frau Levy ist mir natürlich unbekannt, aber ich wünsche ihr von Herzen, ein langes, gesundes und glückliches Leben. 

Insgesamt ein gutes Buch. Zukünftige Leser sollten sich allerdings darüber im Klaren sein, dass es sich hier um schwere Kost handelt.
        

Dienstag, 15. August 2017

Rezension zu 'Kein guter Ort' von Bernhard Stäber

Kein guter Ort
Bernhard Stäber

Dieses Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen! 
Das Cover und der Titel haben mich sofort überzeugt und ich hätte keine Leseprobe gebraucht um zu wissen, dass ich dieses Buch lesen will.
Besonders gut gefällt mir, dass jeder dieses Buch lesen kann völlig unabhängig davon, ob er bereits die ersten beiden Bände dieser Reihe gelesen hat oder nicht. Sicher ist es interessant alle Beteiligten durch Band eins und zwei kennen zu lernen, ist aber nicht zwingend notwendig. 
Mich persönlich hat Band drei so  sehr angesprochen, dass ich die mir fehlenden Teile nachträglich lesen werde.
Der Schreibstil hat mir gelegen und so hatte ich es leicht, so durch das Buch zu "rasen", dass ich in wenigen Tagen das Ende erreicht hatte. Kurz vor Schluss hat es mich dann doch noch einige Tränen gekostet, obwohl ich damit so gar nicht gerechnet hatte.
Die Charaktere finde ich sehr ansprechend und gut ausgearbeitet. 
Die Serie rund um Arne Eriksen, den halben Nordmann, werde ich definitiv um Auge behalten! 

Zum Inhalt:
Arne Eriksen ist nach seinem letzten Fall nach Südnorwegen gezogen und arbeitet dort als Psychiater an einer Klinik. Hier hört er auch von den mysteriösen Morden im Hotel Rabenschlucht. Damals hat ein Unbekannter ein junges Mädchen vor den Augen seiner Schwester umgebracht. Doch nicht erst seit dieser Tat gilt die Rabenschlucht als ein Ort, an dem seit jeher schlimme Dinge geschehen. Der Ort und die Geschehnisse lassen den Psychologen nicht los und Arne stellt auf eigene Faust Nachforschungen zum tragischen Tod des jungen Mädchens an. Und muss feststellen, dass ihn sein Leben in Norwegen verändert hat: Er lässt sich immer mehr von seiner Intuition und den uralten Riten der Samen leiten - und kommt damit dem Täter so nah, dass er selbst in tödliche Gefahr gerät...

Ein sehr gutes Buch, dass ich wirklich gerne empfehle.
Ich liebe Spannung und ich finde es toll mit zu rätseln, auf den Spuren des Täters. Ein Happyend ist für mich nicht erforderlich, aber ein kleines, tragisches Detail dieser Geschichte würde ich gerne umschreiben.
 

        

Sonntag, 13. August 2017

Rezension zu 'Mord im Cottage' von Anna Bednorz

Mord im Cottage - Ein Krimi mit Katze
Von Anna Bednorz

Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen! 
Das Cover und der Titel haben mich sofort angesprochen und ich dachte mir, dieses Buch ist eine perfekte Mischung für mich. Tatsächlich habe ich schnell festgestellt, dass nichts, was ich mir ausgemalt hatte, zutrifft.
Trotzdem bin ich begeistert! 
Die Charaktere finde ich sehr schön ausgearbeitet und sympathisch. Am liebsten wäre ich augenblicklich mit gepackten Koffern in dieses wunderschöne, kleine Dorf gereist.
Ich persönlich liebe Bücher bei denen ich mit rätseln kann und durfte mich hier geradezu austoben. Die Enttäuschung ist bei mir immer recht groß, wenn ich feststelle, dass ich den Täter nicht finden konnte, weil er bis zum Ende nicht in Erscheinung trat. 
Nun fragen Sie sich sicher, ob mich "Mord im Cottage" enttäuscht hat oder nicht. 
Tja... das werden Sie nur erfahren, wenn Sie das Buch lesen.

Zum Inhalt:
Eigentlich ist Aoife eine typische Großstadtfrau und kann mit dem Landleben wenig anfangen. Doch nach der Trennung von ihrem langjährigen Freund hat die erfolgreiche Schriftstellerin eine Schreibblockade. Auf Anraten ihres Verlegers zieht sie sich mit ihrem Kater Dr. Jingles in ein Cottage in das kleine irische Dorf Ard Carraig zurück. Doch die erhoffte Ruhe bleibt aus, denn schon am nächsten Tag findet Aoife ein zerstörtes Exemplar eines ihrer Romane im Garten. Als weitere Bücher folgen, ist klar, dass jemand die Schriftstellerin bedroht. Doch wer könnte das sein? 
Zum Glück findet die Autorin bei den Dorfbewohnern unerwartete Unterstützung. Gemeinsam mit dem örtlichen Pubbesitzer Tom versucht sie, dem Täter auf die Spur zu kommen. 

Dieses Buch werde ich auf jeden Fall weiterempfehlen. 
Ich wünsche mir, dass ich noch viele weitere solcher Bücher aus der Feder von Anna Bednorz zu lesen bekomme.
Ein Folgeband mit Aoife und Tom würde mir auch sehr gut gefallen!