Dienstag, 5. September 2017

Autoreninterview mit Jessica Koch

Autoreninterview mit Jessica Koch
vom 28.08.2017


Vielen Dank Jessica, dass du dir die Zeit für mein Interview nimmst!
Wie du weißt, bin ich ein Fan der ersten Stunde. Ich hatte das Glück deinen Weg etwas beobachten zu können. Dieses Interview möchte ich allerdings auch für deine zukünftigen Leser schreiben, daher frage ich sicher das ein oder andere, dass vielen bereits bekannt ist.


Zuerst zu deinen Büchern.

Die Danny-Trilogie erzählt von einer wahren Begebenheit, dein neuestes Buch ist fiktiv. Trotzdem fallen alle Bücher in den Bereich von "schwierigen" Themen.
Denkst du, dass dies dein Bereich ist, oder könntest du dir vorstellen auch in anderen Genre zu schreiben?

Ein erfolgreicher Autor sagte mal zu mir: Man kann nur das Genre schreiben, das man auch gerne und viel liest. „Twilight“ und „Seelen“ waren die einzigen Liebesromane die ich jemals gelesen habe. (Zählen die überhaupt als Liebesromane?) Das brachte mich zum Nachdenken. Eine gewisse Zeit später sagte ein Freund zu mir, dass Liebesromane zu schreiben ganz einfach ist, man für einen Thriller aber ein Genie sein muss.
Mein Ehrgeiz ist geweckt.



Du hast ein Kind. Hast du schon mal überlegt Kinderbücher zu schreiben?

Nein, nie. Nicht meine Welt. Und ich glaube man muss da auch Pädagogin sein, um damit Erfolg zu haben.



Welches deiner vier erschienen Bücher findest du persönlich am besten?

Ich liebe alle.
In „Dem Horizont so nah“ ist mein ganzes Herzblut geflossen. „Dem Abgrund zu nah“ zu schreiben war eine persönliche Herausforderung. „Dem Ozean so nah“ ist mein Lieblingsbuch aus meiner Trilogie.
In „Der Endlichkeit des Augenblicks“ steckt viel mehr von mir drin, als der Leser ahnt.




Schreibst du bereits an einem neuen Buch, auf das sich deine Leser freuen dürfen?

Momentan hab ich kein neues Projekt. Am 6. September erscheint „So Near The Horizon“ auf dem US-Markt und aktuell nimmt das meine gesamte Zeit in Anspruch.



Danny`s Geschichte hat mich unglaublich berührt, vielleicht auch, weil ich Aspekte seiner Vergangenheit selbst kenne. Bestimmt ist es vielen Lesern gegangen wie mir. Trotzdem gibt es auch immer Hater.
Hast du die Reaktionen erwartet die kamen, oder wurdest du überrascht (positiv wie negativ)?

Ich wurde überrascht. Ich habe gar nichts erwartet. Ich dachte, „Achja, dann lesen halt 2.000 Leute das Buch. Was soll’s!“
Zugegeben, tief in mir war ich davon überzeugt, dass das Buch erfolgreich wird. Aber Erfolg habe ich etwas anders definiert. Einen Verlagsvertrag, Exemplare im Buchhandel und ein solider Verkauf.


Wie waren die Reaktionen auf dein viertes Buch im Vergleich?
Hast du das Gefühl, dass man für erdachte Geschichten vielleicht weniger oder mehr verurteilt wird?

Ich bekomme beim vierten Buch weniger persönliche Nachrichten von den Lesern und deutlich weniger persönliche Fragen.
Ja, man wird deutlich weniger verurteilt. Die Leser drücken ein Auge zu. Ist ja nur erfunden.
Umso mehr hat es mich gefreut, dass ich auch zum vierten Buch Interview-Anfragen habe. Wobei es für mich etwas merkwürdig ist, über diese fiktive Personen so zu sprechen, als würde es sie wirklich geben ….



Wenn du jetzt zurück denkst an die zeit vor deiner ersten Veröffentlichung.
Würdest du alles wieder so machen, oder gibt es Dinge, die du im nachhinein lieber ändern würdest?

Ich würde alles wieder so machen. Ich hatte zum Glück einen super Agenten, der mich von Anfang an immer gut beraten und begleitet hat. So hab ich auf seinen Rat hin, vor der Veröffentlichung von „Dem Horizont so nah“ alle Namen und Daten bis zur Unkenntlichkeit geändert, auch wenn ich es damals für unnötig und eine übertriebene Vorsichtsmaßnahme hielt. Heute bin ich froh drum!


Nun zu dir.

Hast du ein Lieblingsbuch / einen Lieblings-Autoren?

Mein Lieblingsbuch ist „Dem Horizont so nah“. Aus vorhin genannten Gründen. Ich weiß, ich weiß, vorhin sagte ich, dass ich alle Bücher gleich mag. Aber ich kann hier ja schlecht vier Bücher aufzählen.



Hast du neben Arbeit und Familie noch Zeit für Hobbys und Freunde, oder bist du eher der typische Workaholic?

Workaholig. Ich arbeite nachts, wenn mein Sohn schläft. So kommt er hoffentlich nicht zu kurz. Freunde bekommt man immer. Zeit hab ich nie, aber die hat keiner. Die muss man sich nehmen. Zum Glück brauche ich sehr wenig Schlaf.



Gibt es ein Land in das du gerne mal reisen möchtest, oder bleibst du lieber in deinem eigenen Reich?

Australien. Und natürlich Amerika.



Wie würdest du selbst deinen Charakter beschreiben?

Puh. Ich bin nicht gut in sowas. Das sollen lieber mal andere machen. Ich will mich hier ja schließlich nicht verraten :D



Möchtest du den Lesern noch etwas sagen?

Ja, ich möchte meinen Lesern DANKE sagen! Für die Unterstützung, ihr Feedback und ihre Begeisterung. Und dafür, dass mich viele meiner Leser – wie du – schon seit der ersten Stunde begleiten. DANKE.
Ohne euch würde ich immer noch in einer Software-Entwicklungsfirma arbeiten und Geschäftsführer über Cloud-Lösungen informieren und am Empfang sitzen. Das hab ich nämlich vorher gemacht. Ein sehr trockenes Thema im Vergleich zu der phantasievollen Schreiberei. Wobei ich sagen muss, dass ich mein damaliges Team, mein wunderschönes Büro mit Blick ins Grüne und meine Kollegen unendlich vermisse.
Und Eric – die Schildkröte.



Vielen Dank liebe Jessica, für deine Antworten.
Ich freue mich sehr, dass du mir für mein erstes Interview zur Verfügung gestand hast!

Allen Lesern, die neugierieg geworden sind empfehle ich mit Freude die Facebook-Gruppe
"Jessica Koch – read the world", in der auch ich mich rumtreibe.
Selbstverständlich empfehle ich auch Jessica´s Bücher, die über Amazon wie auch jeden Buchhändler zu beziehen sind.

Bisher erschienen:
Dem Horizont so nah
Dem Abgrund so nah
Dem Ozean so nah
Die Endlichkeit des Augenblicks

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